Kenianischer Doppelsieg mit Damen-Streckenrekord


Die Kenianerin Brenda Cherotich Kiprono gewinnt den 19. Linz-Marathon in neuer Streckenrekordzeit. Die 24-Jährige triumphierte bei ihrem Debüt über die 42,195 Kilometer in 2:30:27 Stunden. Das Männerrennen gewann ihr 37-jähriger Landsmann Ezekiel Koech Kiprop in 2:09:43 Stunden.

 

Frauenpower siegt mit Streckenrekord beim 19. Oberbank Linz Donau Marathon

Das Comeback des Linz Marathons nach zweieinhalb Jahren Pause bringt gleich einen Frauenrekord. Die Kenianerin Brenda Jerotich Kiprono unterbietet in einer Zeit von 2:30:27 knapp den Streckenrekord von Lisa-Christina Stublic aus 2011 (2:30:45). Bei den Männern gewinnt bei herbstlichen und sonnigen Laufbedingungen Ezekiel Kiprop Koech aus Kenia in einer Zeit von 2:09:43 und siegt nach 2016 (2:09:07) zum zweiten Mal in Linz.

 

Die Marathonhochburg Linz meldet sich mit einem beeindruckenden Streckenrekord bei den Damen und herbstlich-sonnigen Laufbedingungen, sowie tausenden Zuschauern entlang der Laufstrecke zurück. Bei den Frauen siegte die Kenianerin Brenda Jerotich Kiprono bei ihrem Linz Debüt und stellte mit 2:30:27 einen neuen Streckenrekord auf (zuletzt 2011 Lisa-Christina Stublic 2:30:45). Ezekiel Kiprop Koech aus Kenia siegte in Linz nach 2016 bereits zum zweiten Mal im Marathonbewerb. Diesmal in einer Zeit von 2.09:43. 8.408 Teilnehmende aus knapp 60 Nationen machten den 19. Oberbank Linz Donau Marathon bei Temperaturen um die 7° zu einem gemeinschaftlichen Lauffest für alle Sportbegeisterten nach dem coronabedingten Ausfall 2020.

 

Bilder vom 19. Oberbank Linz Marathon 2021

 

Die Marathonstadt Linz ist zurück!

Nach zweieinhalb Jahren unfreiwilliger Pause gab es zwar im gesamten Starterfeld zwar einen Rückgang im Vergleich zur letzten Ausgabe des Linz Marathons in der "Vor-Corona-Zeit", aber im Vergleich zu anderen Lauf-Events mit exakt 8.408 Teilnehmenden ein durchaus passables Teilnahmeergebnis. Zudem gab es 2021 einiges Neues. Erst- und wohl auch einmalig rückte die Durchführung der Bewerbe in die kühlere Jahreshälfte, die erweiterte voest-Autobahnbrücke ermöglichte zudem frische Perspektiven beim spektakulären Start. "Organisatorisch und budgetär war die Situation herausfordernd, aber das Wichtigste ist, dass gelaufen wurde", sagt Organisationschef Günther Weidlinger. Hauptsponsor Oberbank machte zudem die Verpflichtung einiger Elite-Läufer und -Läuferinnen möglich, die wieder für Spitzenzeiten in Linz gesorgt haben.

 

Sonne und Temperaturen um die 7° sorgten für optimale Bedingungen beim 19. Oberbank Linz Donau Marathon Sonntagfrüh in der oö. Landeshauptstadt. Exakt 8.408 Laufbegeisterte aus knapp 60 Nationen gingen an den Start und machten nach dem coronabedingten Ausfall 2020 Linz wieder zum Zentrum des Laufsports. Unterstützt vom Lauffeuer "LiMa", dem Linzer Marathon-Maskottchen, und zahlreichen ZuschauerInnen fielen auf der Linzer voest-Autobahnbrücke zwischen 8:00 und 9:30 Uhr die Startschüsse für insgesamt 6 Bewerbe.

 

Marathon mit starker Beteiligung

„Ich freue mich sehr, dass wir nach einem ausfallbedingten Jahr heuer noch eine passable Laufbeteiligung auf der Marathondistanz vorweisen konnten“, sagt Rennleiter Günther Weidlinger.

Der Kenianer Ezekiel Kiprop Koech erreichte nach 2:09:43 zum zweiten Mal nach 2016 als Erster das Ziel am Linzer Hauptplatz. Sieger Koech: „Es waren optimale Laufbedingungen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Antreten in Linz. Es war eine optimale Vorbereitung und eine perfekte Betreuung. Ich freue mich sehr über meinen zweiten Sieg hier. Das Publikum war einfach toll“. Sein Kontrahent Masresha Bere Bisetegn aus Äthiopien (2:11:00) konnte Koech nicht stoppen und belegte Platz 2. Dritter wurde der Kenianer Jonathan Yego Kiptoo mit 2:13:22. Bester Österreicher auf Platz 6 wurde Manfred Steger (2:29:259).  

 

Bei den Damen dominierte die Frauenpower

Die Marathonsiegerin 2021 heißt Brenda Jerotich Kiprono aus Kenia. Sie bewies in einer eindrucksvollen Zeit von 2:30:27 ihre Stärke und holte mit ihrem Debütlauf in Linz eindrucksvoll den Sieg. Kiprono stellte zugleich einen neuen Streckenrekord auf. Zuletzt wurde dieser 2011 von der Kroatin Lisa-Christina Stublic in 2:30:45 erreicht. „Mit dem Sieg von Kiprono beginnt ab heute bei den Damen eine neue Zeitrechnung. In den vergangenen Jahren lag in Linz der Fokus vor allem auf dem Männer-Rennen im Elitebereich. Diesmal haben wir den Fokus besonders auf die Damen gelegt. Frauenpower ist in Linz ja schon länger zu spüren“, so Rennleiter Günther Weidlinger, der Dank des Hauptsponsors Oberbank ein hochrangiges Elitefeld aufstellen konnte. „Die Aktion ,Frau läuft‘, der Oberbank erfreut sich ja schon seit Jahren großer Beliebtheit. Das können wir auch an den Starterzahlen schwarz auf weiß ablesen“, freut sich Weidlinger über eine tolle Siegzeit bei den Damen. Beste Österreicherin wurde Teresa Feit vom DSG Wien. Sie belegte mit einer Zeit von 2:54:45 den sechsten Rang.

 

Spannendes DACH-Match bei Herren im Marathonbewerb

Ein durchaus spannendes Rennen lieferten sich drei Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Elias Gemperli (SUI) 2:23:14 siegt vor Tobias Gröbl (GER) 2:24:04 und Georg Schrank (AUT).

 

Top Leistungen im Halbmarathon

Rang 1 im Lauf über die halbe Marathon-Distanz von 21,097 Kilometer belegte der Kenianer Isaac Toroitich Kosgei in einer Zeit von 1:07:13. Er siegte damit klar vor dem Österreicher Andreas Stöckl aus Leogang, der mit 1:09:57 finishte. Kosgei zu seinem Sieg: „Mein Level hat super gepasst, die Bedingungen waren optimal, ich bin sehr zufrieden. Speziell die letzten 1000 Meter waren ein Wahnsinn, das Publikum war ein Hit.“ Rang Drei ging an den Köflacher Lukas Gärtner mit einer Zeit von 1:11:02. Beste Dame wurde die Deutsche Verena Cerna mit 1:20:11, gefolgt von der Kanadierin Natalie Thompson (1:26:55). Rang Drei belegte die Linzerin Verena Jax (1:28:18).

 

Kerstin Springer und Christian Guttenbrunner im Viertelmarathon an der Spitze

Kerstin Springer belegte Platz 1 in einer Zeit von 38:33 vor Bernadette Schuster, die nach 2020 mit 38:42 wieder auf Platz 2 lief. „Ich freue mich wirklich, dass ich noch einen super Zielsprint hinlegen konnte. Mit meiner Zeit bin ich sehr zufrieden“, so Kerstin Springer zu ihrem Linz-Sieg. Den dritten Platz belegte die Irdningerin Pia-Maria Thoma mit 40:12. Bei den Herren siegte der Österreicher Christian Guttenbrunner (35:36), vor dem Deutschen Dominic Arnold (35:38) und dem Österreicher Gerald Lahmer (35:41).

 

Florian Brungraber bei Handbikern an der Spitze

Im Halbmarathon der Handbiker gewann Florian Brungraber in der Zeit von 31:39, Rang 2 belegte Gerhard Hochmayr mit 39:06 gefolgt von Helmut Jost mit 39:08. Außerordentlich auch die Leistung bei den Damen. Hier ging der Sieg an Conny Wibmer in 43:17 vor Elisabeth Egger die mit 52:28 finishte.

 

Weitere bemerkenswerte Einzelleistungen

Jahrgang 2013 sind die beiden jüngsten Teilnehmer Leo Manahl und Daniel Kenanu am Sonntag und liefen den Viertelmarathon, Gottfried Hoser, Jahrgang 1939 ältester Teilnehmer beim Viertelmarathon und Walter Untersteiner, Jahrgang 1948 der älteste Teilnehmer beim Marathonbewerb. Beeindruckend die Teilnahme von Heinrich Pilch, Wolfgang Tronegger, Heinz Jagemann, Ewald Eder, Klaus Nöckler und Alois Grillneder. Sie gingen als Super Golden Runner an den Start und liefen bereits alle 18 bisherigen Linz Marathons über die volle Distanz. Ein Super Golden Runner stach dabei besonders hervor: Herbert Orlinger finishte in seinem Läuferleben bereits knapp 200 Marathons! Mit am Start auch die Sponsoren: der Titelsponsor Oberbank wurde durch seinen Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger vertreten, der im Halbmarathon an den Sart ging. Für den Halbmarathonsponsor Borealis ging der Geschäftsführer der Borealis Agrolinz Melamine, Dr. Jürgen Mader ebenfalls im Halbmarathon an den Start.

 

Linzer Vizebürgermeisterin als Startläuferin in der Staffel dabei

Abseits der vielen Bestleistungen in den Bewerben begeisterte der 19. Oberbank Linz Donau Marathon einmal mehr auch als großes Sportfest, das die Gelegenheit zur Verbindung von Hobby-Laufbegeisterten mit den Top-Weltklasse-AthletInnen ermöglicht. Das sorgte für einmalige Momente und Emotionen bei allen Teilnehmenden. „Als Startläuferin in der Staffel konnte ich mich selbst davon überzeugen. Insgesamt ist der Linz Marathon zu einem Fest für die ganze Stadt geworden und aus Linz nicht mehr wegzudenken. Mein Dank gilt allen Helferinnen und Helfer, die sich um die Sicherheit, das leibliche und sportliche Wohl der Läuferinnen und Läufer sowie um die Sicherheit gekümmert haben“, so die für Sport zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

 

Der Oberbank Linz Donau Marathon hatte auch heuer wieder die Menschen begeistert. Nicht nur die Läuferinnen und Läufer erbrachten Höchstleistungen, sondern auch die Zuseherinnen und Zuseher entlang der Strecke. „Die Stimmung war trotz der herbstlichen Temperaturen und des strengen Covid-19 Präventionskonzeptes wieder großartig“, so der kaufmännische Leiter der LIVA Rainer Stadler. Die richtige Mischung macht den Erfolg von Linz aus und bringt die Massen in die Stadt. Linz ist unkompliziert und serviceorientiert, das macht Linz bei den SportlerInnen so beliebt.

 

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger, der als Zuseher an vorderster Front hautnah die LäuferInnen anfeuerte: "Ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Die Absage des Oberbank Linz Donau Marathon im Vorjahr war ein herber Verlust für die gesamte Laufgemeinschaft. Umso größer ist nun die Freude, den 19. Oberbank Linz Donau Marathon gemeinsam mit vielen Laufbegeisterten genießen zu können. Leider war es mir nicht möglich, heuer persönlich mitzulaufen. Aber ich wurde eifrig durch Familienmitglieder vertreten. Einer meiner Söhne lief im Marathonbewerb mit, ein weiterer im Halbmarathon und meine Tochter in der Staffel als Startläuferin. Es ist wunderbar, an einem so schönen Herbsttag wie diesem viele begeisterte LäuferInnen bei uns in Linz willkommen zu heißen.“ Rennleiter Günther Weidlinger: „Ich bin heute wirklich sehr zufrieden. Nach zweieinhalb Jahren Pause war die Herausforderung groß, ein gutes Rennen abzuliefern. Das ist uns mit einem neuen Streckenrekord gelungen. Zudem hatten wir bis auf etwas Wind optimale Laufbedingungen. Da wäre sogar eine noch bessere Zeit möglich gewesen. Aber ich bin rundum glücklich, dass alles so sicher und reibungslos gelaufen ist. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team!“

 

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Zu den Bildern>> (c) Klaus Mitterhauser

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