Wie man sein Marathon-Training im Sommer gestalten soll und was es zu beachten gilt.


Am Wochenende des 22./23. Oktobers wird Linz erneut zum Lauf-Hotspot in Österreich. Wer beim Marathon oder seinen anderen Bewerben an den Start geht, kommt derzeit im Hochsommer schon beim Training gehörig ins Schwitzen.
Mit diesen Tipps läuft es in der Rennvorbereitung weiterhin rund.

1 Zeitpunkt: In der prallen Mittagshitze die Laufschuhe schnüren – keine wirklich gute Idee. "Lauftraining an heißen Tagen im Sommer soll eindeutig bevorzugt morgens oder abends abgehalten werden. Einerseits aus gesundheitlichen Gründen, da die UV-Strahlung und die Kreislaufbelastung um die Mittagszeit höher sind, und andererseits ist die körperliche Leistungsfähigkeit und somit die Trainingseffizienz bei kühleren Temperaturen bedeutend besser", sagt der Marchtrenker Sportmediziner Ronald Ecker, selbst passionierter Laufsportler. Österreichs früherer Marathon-Rekordhalter Günther Weidlinger hat einen zusätzlichen Tipp: "Idealerweise läuft man im Wald, weil es etwas kühler ist und die Bäume Schatten spenden."

2 Kleidung: Eine luftdurchlässige Kappe, die den Kopf schützt, ist nun genauso Pflicht wie leichte Funktionskleidung. "Baumwolle ist ein No-Go", sagt Weidlinger. Eine Sonnenbrille ist obligat. Auch nicht fettende Sonnencreme für die Haut ist laut den Experten empfehlenswert.

3 Verpflegung: "Im Sommer würde ich bei Trainingseinheiten jenseits von einer Stunde eine Trinkflasche mitnehmen. Dehydrierung hindert den Körper, die volle Leistung abzuliefern. Es ist sinnvoll, vor dem Laufen genügend zu trinken", sagt Sportarzt Ecker. Das ideale Getränk während der Belastung sei ein Gemisch aus Flüssigkeit, Zucker und Mineralstoffen, also das klassische Sportgetränk. Zu schwer im Magen liegendes Essen solle dagegen unbedingt vermieden werden.

4 Gelegenheiten: Wer auf Urlaub ist, für den kann Laufen die perfekte Gelegenheit zum Erkunden der Gegend sein. Doch auch vor Alternativtraining wie Radfahren oder Schwimmen sollte man nicht zurückscheuen.

5 Regeneration: Der Sprung ins kühle Nass nach einer heißen Trainingseinheit ist eine Wohltat. Doch Vorsicht: "Den Körper langsam an die kalte Temperatur gewöhnen, ansonsten kann das für den Kreislauf gefährlich werden", sagt Weidlinger, der auch von zu kalten Getränken danach abrät, weil der Magen nach Belastungen empfindlich darauf reagiert. Wer nach Herzfrequenz trainiert, sollte Folgendes beachten: Ungefähr zehn Schläge pro Minute zusätzlich pumpt das Herz bei einem Grad Celsius mehr an Körperkerntemperatur, um die Hautdurchblutung und somit die Kühlmechanismen aufrechtzuerhalten.

Foto: Klaus Mitterhauser
Quelle: nachrichten.at

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