
Das Elitefeld beim Linz-Marathon am Sonntag, 19.April 2015 ist hochklassig: Mit dem Äthiopier Abraham Girma Bekele und den Kenianern Henry Sugut und Alfred Kering ist ein Trio mit Ambitionen am Start, den acht Jahre alten Streckenrekord zu brechen.
Bekeles persönliche Bestzeit liegt bei 2:06:48 Stunden, gelaufen beim Amsterdam-Marathon 2012. Jene des dreifachen Wien-Marathon-Gewinners Sugut beträgt 2:06:58. Sein Trainingspartner Kering steht ihm mit 2:07:11 nur wenig nach. Ebenfalls zum Spitzenfeld zählen Daniel Kosgei aus Kenia und - laut Organisator Ewald Tröbinger „ein echter Geheimtipp“ - sein Landsmann Anthony Maritim, der bei seinem Marathon-Debüt 2014 in Köln gleich den Sieg holte.
Henry Sugut 2014 beim Wien-Marathon
Der dreifache Wien-Sieger Henry Sugut kommt als Topfavorit nach Linz Sie alle jagen den 2007 von Alexander Kusin aufgestellten Streckenrekord von 2:07:33 Stunden. Der Ukrainer wird in Linz auch heuer am Start sein, allerdings in der Staffel. Er wird dabei als Startläufer fungieren, um dem Sieger persönlich im Ziel gratulieren zu können. Eine ähnliche Terminplanung hat offenbar der Linzer Bürgermeister Klaus Luger: Auch er wird am Staffel-Bewerb teilnehmen - ebenfalls als Startläufer, um anschließend im Zielbereich seine Repräsentationspflichten wahrnehmen zu können, wie er augenzwinkernd meinte.
Nennungen noch bis Samstag möglich
Insgesamt rechnen die Organisatoren mit über 19.000 Teilnehmern aus über 90 Nationen. Bisher haben sich 18.670 Läufer angemeldet, 1.252 für die volle, rund 4.500 für die halbe und knapp 6.600 für die Vierteldistanz, wie Veranstalter Wolfgang Lehner vorrechnete. Dazu kommen aktuell 776 Staffeln sowie Hand-Biker und Inlineskater. Nennungen sind noch bis einschließlich Samstag möglich, nur die Kinderwettkämpfe sind mit knapp 3.000 Anmeldungen bereits ausgebucht. Der Linzer Marathon ist gleichzeitig Staats- sowie Landesmeisterschaft von OÖ, NÖ, Wien, dem Burgenland und Tirol. „Wien hat sich nicht für den Wien-Marathon entschieden, sondern für Linz, Niederösterreich nicht für den Wachau-Marathon, sondern auch für Linz“, meinte Günther Weidlinger als Vertreter des Leichtathletik-Verbands. Das zeige die Qualität der Veranstaltung. Der ehemalige Spitzenathlet, der im Vorjahr beim Training für den Linzer Halbmarathon kollabiert ist und daraufhin seine Profikarriere beendet hat, wird den Lauf heuer in einer neuen Rolle begleiten: als Kokommentator im Fernsehen (ORF Sport+ überträgt am Sonntag live ab 8.45 Uhr bis 13 Uhr). Favorit für den nationalen Titel ist der Austrokenianer Edwin Kemboi. Im Viertelmarathon der Frauen geht die Oberösterreicherin Anita Baierl als Lokalmatadorin ins Rennen.
























